Kontakt

Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V.   

Ortsgruppe

Hürth-Hermülheim 

Im Rönnchen 

50354  Hürth

 

+49 1716906150

khhellmick@aol.com

 

Trainingszeiten

Mittwochs  

ab 16:00 Uhr   

 

Samstags 

ab 16:00 Uhr 

 

Sonntags 

ab 10:00 Uhr 

 

 

Unser Außenteil am Sonntagmorgen besteht in der Gruppenarbeit, bei der mehrere Hundebesitzer gleichzeitig mit ihren Hunden trainieren.

Hier wird der Schwerpunkt auf einen sozialisierten Umgang untereinander gelegt. Diese Erfahrung lernt Ihr Hund am Besten in der Gruppe. Unter Anleitung des Ausbilders wird auf das Verhalten des einzelnen Hundes eingegangen und eingewirkt.

Lernen durch Kommandos und Ausbildungstechniken, wie, wann setzte ich das richtige Kommando ein. Das Zusammenspiel, die Zusammenarbeit zwischen Hundehalter und Hund, wird intensiv gefördert. Jeder einzelne macht in der Gruppe, unter Ablenkung andere Hunde seine Übung sodass im Ergebnis die Zusammenarbeit zwischen Hundehalter und Hund gefestigt wird

Das Gehen in der Gruppe hintereinander, nebeneinander und durcheinander ist nicht immer für den einzelnen einfach und kostet einiges an Übung sodass das ganze Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer gefördert wird. Wehrend den Übungen in der Gruppe werden unsere Hunde mit Alltagssituationen konfrontiert. Fahrende Autos, Fahrradfahrer die an der Gruppe vorbeifahren, Leute mit Regenschirm, Fußgänger und Jogger und einiges mehr.

Bei der Arbeit in der Gruppe lernen unsere Hunde, Ruhe und Geduld anzunehmen und dem Hundebesitzer zuzuhören, gerade wenn im Team (Hund, Mensch) auch noch andere Menschen mit ihrem Hund aktiv sind.

 

Abgeschlossen wird die Aussenteil Übungen mit einer Identitätsübung

Wir Üben mit unseren Jungen und älteren Hunden im Außen teil die Identitätskontrolle mittels Chiplesegerät.

 

Tierhaltung: Großer Hund in kleiner Wohnung nicht immer vertragswidrig

Umstände des Einzelfalls sind entscheidend

Enthält ein Mietvertrag keine – oder eine nach der Rechtsprechung unwirksame – Regelung über die Tierhaltung, sind nach der Rechtsprechung des BGH für die Frage der Zulässigkeit der Tierhaltung insbesondere folgende Umstände zu berücksichtigen:

  • Art, Größe, Verhalten und Anzahl der Tiere,
  • Art, Größe und Zustand der Wohnung sowie des Hauses, in dem sich die Wohnung befindet,
  • Anzahl, persönliche Verhältnisse, namentlich Alter und berechtigte Interessen der Mitbewohner und der Nachbarn,
  • Anzahl und Art anderer Tiere im Haus,
  • bisherige Handhabung durch den Vermieter sowie
  • besondere Bedürfnisse des Mieters

(so bereits BGH, Urteil v. 14.11.2007, VIII ZR 340/06, WuM 2008 S. 23).

Dementsprechend hat der BGH in einem neuen Urteil entschieden, dass mangels entgegenstehender vertraglicher Vereinbarungen auch in einer Etagenwohnung einer Großstadt ein größerer Hund (hier: Bearded Collie) gehalten werden kann. Auf die Frage, ob dies einer artgerechten Haltung entspricht, kommt es mietrechtlich nicht an.

Beeinträchtigungen müssen konkret vorgetragen und bewiesen werden

Zur Frage einer erhöhten Abnutzung der Wohnung sowie einer eventuellen Beeinträchtigung der Mitbewohner erfolgte von Seiten des Vermieters kein konkreter und bewiesener Sachvortrag. Der lediglich pauschale Vortrag des Vermieters, ein größerer Hund könne nicht in einer Mietwohnung in der Großstadt gehalten werden, reicht nicht aus, um einen vertragswidrigen Gebrauch des Mieters anzunehmen.

(BGH, Beschluss v. 22.1.2013, VIII ZR 329/11, GE 2013 S. 346)

 

Hundebiss bei einer Feier – Halter haftet

Bei einer Geburtstagsfeier biss der Hund des Beklagten der eingeladenen Klägerin ins Gesicht und fügte ihr schmerzhafte Biss-, Riss- und Quetschwunden zu. Sie musste notärztlich behandelt und mehrfach operiert werden.

Hund läuft frei herum

Wie war es dazu gekommen? Das Opfer war bei einem 75. Geburtstag eines Bekannten – dem Beklagten – eingeladen. Bei der Feier lief dessen Hund, der 3 Wochen vorher aus einem Tierheim in Rumänien mitgebracht hatte, frei herum. Nach der gerichtlichen Beweisaufnahme stand fest, dass die Klägerin den Hund weder gefüttert noch gestreichelt, sondern sich lediglich zu ihm hinuntergebeugt hatte.

Das Landgericht Osnabrück verurteilte den Halter des Hundes zu vollem Schadensersatz. Das Urteil wurde vom Oberlandesgericht Oldenburg bestätigt.

§ 833 BGB

Grundlage der Verurteilung ist der § 833 BGB, wonach ein Hundehalter verpflichtet ist,

"dem Verletzten den entstehenden Schaden zu ersetzen, es sei denn, der Schaden sei durch ein Haustier verursacht worden, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde."

Halter haftet

So hätte im vorliegenden Falle der Beklagte nur dann nicht gehaftet, wenn die Klägerin ohne triftigen Grund bewusst sich in eine Situation drohender Eigengefährdung begeben hätte. Nach der Beweisaufnahme habe aber festgestanden, dass sie den Hund weder gefüttert noch gestreichelt habe, sondern sich lediglich zu ihm hinuntergebeugt habe. Angesichts der Tatsache, dass der Hund auf der Feier frei herumlief, habe sie nicht damit rechnen müssen, dass hierdurch bereits ein Beißreflex ausgelöst werde. Ein Gast müsse bei einem freilaufenden Haustier nach Treu und Glauben nicht damit rechnen, dass bei einem normalen Hinunterbeugen zu einem Haustier dieses bereits zu einem Angriff gereizt werde.

Kein Mitverschulden

Der Klägerin sei auch kein Mitverschulden vorzuwerfen; denn niemand müsse bei diesem normalen Umgang mit einem bei einer Feier frei herumlaufendem Hund damit rechnen, dass dieser zubeißen würde. Die bloße Warnung, den Hund nicht zu füttern und zu streicheln, ändere an dieser Verurteilung nichts.

Quelle (OLG Oldenburg, Beschluss v. 8.11.2017, 9 U 48/17)